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Colitis ulcerosa

Zuletzt aktualisiert: 2026-07-20

„Colitis ulcerosa“ ist im ICD-10-GM klassifiziert. Der amtliche Code ist nach Klick einsehbar; die GdS-Einordnung richtet sich nach VersMedV Teil B.

ICD-10-Code

ICD-10-Code anzeigen

K51.9

Quelle: ICD-10-GM 2026, Alphabetisches Verzeichnis, BfArM.

GdS-Einordnung (VersMedV Teil B)

10. Verdauungsorgane — Chronische Darmstörungen (irritabler Darm, Divertikulose

GdS 0–100 (je nach Schweregrad/Ausprägung)

ZustandGdS
Divertikulitis, Darmteilresektion), ohne wesentliche Beschwerden und Auswirkungen0–10
mit stärkeren und häufig rezidivierenden oder anhaltenden, Symptomen (z.B. Durchfälle, Spasmen)20–30
mit erheblicher Minderung des Kräfte- und Ernährungszustandes40–50
Angeborene Motilitätsstörungen des Darmes (z.B. HirschsprungKrankheit, neuronale Dysplasie), ohne wesentliche Gedeih- und Entwicklungsstörung10–20
mit geringer Gedeih- und Entwicklungsstörung30–40
mit mittelgradiger Gedeih- und Entwicklungsstörung50
mit schwerer Gedeih- und Entwicklungsstörung60–70
Kurzdarmsyndrom im Kindesalter, mit mittelschwerer Gedeih- und Entwicklungsstörung50–60
mit schwerer Gedeih- und Entwicklungsstörung, (z.B. Notwendigkeit künstlicher Ernährung)70–100
Colitis ulcerosa, Crohn-Krankheit (Enteritis regionalis) mit geringer Auswirkung (geringe Beschwerden, keine oder, geringe Beeinträchtigung des Kräfte- und Ernährungszustandes, selten Durchfälle)10–20
mit mittelschwerer Auswirkung (häufig rezidivierende oder länger anhaltende Beschwerden, geringe bis mittelschwere Beeinträchtigung des Kräfte- und Ernährungszustandes, häufiger Durchfälle)30–40
mit schwerer Auswirkung (anhaltende oder häufig rezidivierende erhebliche Beschwerden, erhebliche Beeinträchtigung des Kräfte- und Ernährungszustandes, häufige, tägliche, auch nächtliche, Durchfälle)50–60
mit schwerster Auswirkung (häufig rezidivierende oder anhaltende schwere Beschwerden, schwere Beeinträchtigung des Kräfte- und, Ernährungszustandes, ausgeprägte Anämie)70–80
Zöliakie, Sprue ohne wesentliche Folgeerscheinungen unter diätetischer, Therapie20
GdS während einer Heilungsbewährung von zwei Jahren nach Entfernung eines malignen Darmtumors im Stadium (T1 bis T2), N0 M0 oder von lokalisierten Darmkarzinoiden50
mit künstlichem After (nicht nur vorübergehend, angelegt)70–80
GdS während einer Heilungsbewährung von fünf Jahren, nach Entfernung anderer maligner Darmtumorenwenigstens 80
mit künstlichem After (nicht nur vorübergehend angelegt)100
  • Fisteln, Stenosen, postoperative Folgezustände (z.B. Kurzdarmsyndrom, Stomakomplikationen), extraintestinale Manifestationen (z.B. Arthritiden), bei Kindern auch Wachstums- und Entwicklungsstörungen, sind zusätzlich zu bewerten.
  • bei andauerndem, ungenügendem Ansprechen auf glutenfreie Kost (selten) sind – je nach Beeinträchtigung des Kräfte- und Ernährungszustands – höhere Werte angemessen. Nach Entfernung maligner Darmtumoren ist eine Heilungsbewährung abzuwarten.

Quelle: VersMedV, Anlage zu §2 (Versorgungsmedizinische Grundsätze), Teil B Nr. 10.2.2.

Redaktionell aus dem VersMedV-Text extrahiert und bereinigt, kein zeichengenaues Zitat. Verbindlich ist der amtliche VersMedV-Text (Bundesrecht, gemeinfrei nach §5 UrhG).

Häufige Fragen

Welcher ICD-10-Code gilt für Colitis ulcerosa?
Der amtliche ICD-10-GM-Code ist auf dieser Seite hinterlegt und nach Klick einsehbar (Quelle: BfArM, ICD-10-GM 2026, Alphabetisches Verzeichnis). Die Anzeige erfolgt nicht sofort, sondern erst nach bewusstem Klick.
Welcher GdS kommt bei Colitis ulcerosa in Frage?
Nach VersMedV Teil B gilt: GdS 0–100 (je nach Schweregrad/Ausprägung). Der GdS wird nicht automatisch berechnet, sondern im Einzelfall ärztlich bzw. gutachterlich anhand der VersMedV-Anhaltswerte festgelegt.
Ersetzt diese Seite eine ärztliche Diagnose?
Nein. Diese Seite dient ausschließlich der Information und Recherche und ersetzt keine ärztliche Beratung. Für die korrekte Anwendung im klinischen oder gutachterlichen Kontext ist ausschließlich das jeweilige Fachpersonal verantwortlich.
Offizieller Referenzbereich

Herausgegeben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

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